Donnerstag, 26. Januar 2012

Roadtrip continued...


Nach dem wir uns ganz klein gefühlt haben im Angesicht des riesigen Franz-Josef Gletschers setzten wir unsere Reise nordwärts nach Hanmer Springs fort. Dort machten wir es uns am nächsten Morgen in den heißen Quellen gemütlich bevor wir am Nachmittag bereits nach Kaikoura weiter fuhren. In der Walhauptstadt Neuseelands versuchten wir von einem Klippenspaziergang aus die riesigen Säuger zu sehen, es war aber leider keine Erfolgsgeschichte. Stattdessen haben wir unzählige ziemlich übel riechende Seehunde gesehen und hatten einen tollen Blick über die Ostküste der Südinsel was ja auch nicht gerade schlecht ist J

Der nächste Tag war dem ausgezeichneten neuseeländischen Wein gewidmet. In Marlborough machten wir eine Tour von Wineyard zu Wineyard und verkosteten unzählige edle Tropfen. Etwas angeheitert und mit einigen Weinflaschen im Gepäck machten wir uns dann nach einem Bad im lokalen Fluss auf den Heimweg in unser Hostel.



Wellington
Früh morgens des nächsten Tages nahmen wir die Fähre von Picton nach Wellington um auf die Nordinsel zu gelangen. Wir verbrachten den Tag in der nicht zu Unrecht als „Windy Welly“ bezeichneten Stadt mit Sightseeing, Seilbahn fahren und einem Besuch im ausgesprochen tollen Nationalmuseum Te Papa. Am darauffolgenden Tag ging es für mich und meine beiden Begleiter dann wieder einmal in einen Nationalpark. Wir durchquerten die wunderschöne Landschaft entlang eines Flusses und hielten oft an um die tolle Aussicht zu genießen. Der Tongariro Nationalpark beherbergt die drei größten Vulkane Neuseelands. Unter anderem auch den Mount Ngaurohoe  besser bekannt als Mordor und Schicksalsberg aus der Herr der Ringe Trilogie. Da das Wetter unsere eigentlich geplante Wanderung durch den Nationalpark am nächsten Tag nicht zuließ, mussten wir weiterziehen und entschieden uns in Taupo halt zu machen. Die Stadt ist auch als Skydiving Hauptstadt der Welt bekannt und deswegen ließen wir es uns nicht nehmen auch aus einem Flugzeug zu springen. Wir ihr seht habe ich den Tandemsprung aus 12.000 Fuß Höhe unbeschadet überstanden und es war ein unbeschreibliches Gefühl mit mehr als 200 km/h der Erde entgegen zu rasen.
Kurz vor unserem Fallschirmsprung

Beim Haka tanzen
Auf der Nordinsel ist die Maori Kultur viel dominanter als im Süden und ihr Zentrum ist Rotoura. Kaum in der Stadt angekommen begrüßte uns sofort der typische und alles durchdringende Schwefelgeruch. Es stinkt in der ganzen Stadt nach faulen Eiern da sie inmitten eines Gebiets mit hoher geothermaler Aktivität gebaut ist. Wir besuchten eines der wenigen Dörfer in denen die Maori noch so leben wie früher. Das Dorf ist eigentlich eine einzige heiße Quelle und die Menschen dort benötigen keinen Herd oder Ofen da sie alles im heißen Wasserdampf kochen der einfach aus der Erde kommt. Wir lernten von unserer Führerin so einiges über die Kultur der Eingeborenen und hatten Glück, denn wir konnten beobachten wie Neuseelands größter Geysir bis zu 40 Meter hoch ausbricht. Zum Abschluss unseres Besuches im Dorf namens Whakarewarewa bekamen wir noch eine kulturelle Vorführung mit Liedern und Tänzen der Maori und natürlich durfte der berühmte Haka auch nicht fehlen.

Wir ließen den Abend mit ein bisschen Golf auf der Driving Range ausklingen und machten uns am nächsten Tag bereits auf nach Auckland. Auf unserer Route in die größte Stadt Neuseelands kamen wir an Hobbingen vorbei. Dies ist das Dorf in dem die Hobbits „leben“ und das einzige erhaltene Filmset aus den Herr der Ringe Filmen. Wir sahen uns viele Hobbitbauten an und ich fühlte mich ein bisschen wie ein Riese bei den ganzen kleinen Türen und Fenstern. (Leider darf ich aus Copyright-Gründen keine Fotos veröffentlichen bis der letzte Hobbit Film 2013 erscheint)

Am Abend erreichten wir dann Auckland gerade noch rechtzeitig um uns von einem der unzähligen Vulkanhügel den schönen Sonnenuntergang anzusehen. Den nächsten Tag starteten wir mit einem Ausflug per Fähre zum jüngsten Vulkan Aucklands der das letzte Mal vor 600 Jahren ausgebrochen ist. Außerdem brachten wir unseren treuen Nissan ElGrande zurück, spazierten durch die Parks Aucklands und genossen zum Abschluss noch einmal den neuseeländischen Wein mit selbstgekochten Thunfischnudeln.


Neuseeland hat es uns von Anfang an nicht immer leicht gemacht mit Erdbeben und einem desolaten Camper, aber schlussendlich war es ein toller Roadtrip und hier noch noch ein paar Bilder von unserem Leben auf der Straße:


Fahrerfrühstück
Unsere "Küche"

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