Samstag, 7. Januar 2012

Mittelerde alias Neuseeland


Noch am ersten Tag des Jahres kamen wir in Christchurch auf der Südinsel an und wurden sogleich von zwei heftigen Erdbeben der Stärke 5,5 begrüßt. Die Erde und auf Grund dessen auch unser mehrstöckiges Hostel bewegten sich auch die restliche Nacht immer wieder weswegen es schwer war zu ein wenig Schlaf zu kommen. Da wir unseren Campervan erst am 03. Jänner abholen konnten verbrachten wir den nächsten Tag auch noch in Christchurch welches noch immer einer Geisterstadt gleicht. Die Stadt soll eine der schönsten Neuseelands gewesen sein aber leider ist die gesamte Innenstadt inklusive alter Kathedrale komplett zerstört. Das Zentrum ist gänzlich abgeriegelt da seit dem ersten Erdbeben letzten Februar noch immer viele Häuser schief stehen und stark einsturzgefährdet sind.
Innenstadt Christchurchs
Unser Camper auf dem Weg nach Queenstown
Nachdem wir unseren etwas desolaten Camper abgeholt hatten und heraus gefunden hatten wie in ihm tatsächlich drei Personen schlafen sollen konnten wir uns endlich auf den Weg Richtung Süden machen. Unser erstes Ziel war der Lake Tekapo aber da Neuseeland über wunderbare Landschaft verfügt ist auch der Weg dorthin wirklich sehenswert. Wir machten einen Abstecher auf die Banks Halbinsel auf der als erstes die Franzosen landeten und blieben außerdem bei unzähligen Aussichtspunkten stehen um uns die weite unberührte Natur näher anzusehen. Unser erster Eindruck von Neuseeland ist, dass es Österreich gar nicht so unähnlich ist obwohl es sich genau am anderen Ende der Welt befindet.

Sonnenuntergang in Queenstown
Am Nachmittag des nächsten Tages erreichten wir Queenstown um dort festzustellen dass unser Auto einen kleinen Motorschaden hat. Das Fallschirmspringen welches für den nächsten Tag geplant war mussten wir also verschieben und unseren Camper gegen einen anderen eintauschen. Wir nutzen den Tag für eine kleine Wanderung auf den Hausberg der Queenstowner und planten unseren Trip nach Milford Sound am nächsten Tag. Es war ein wirklich langer Tag mit 10 stündiger Fahrt und einer tollen Schifffahrt auf dem schönsten Fjord Neusellands (Fotos siehe unten). Wir sahen unzählige Delfine, Seehunde und Wasserfälle und es war auf jeden Fall das Aufstehen um 5 Uhr früh wert. Im Moment sitzen wir nun nach einem Tag am Fox Gletscher und einer weiteren Fahrt durch die tolle neuseeländische Landschaft in unserem Hostel in Franz Josef am Fuße des gleichnamigen Gletschers der morgen bestiegen wird.


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