Autos:
Nach einer weiteren kurzen Woche auf der SMU mit meiner ersten Präsentation
im Anzug stand am Wochenende das Formel 1 Wochenende am Programm. Lenny und ich
hatten uns 3-Tages-Tickets zu einem stolzen Preis gekauft. Freitag Abend schauten wir
uns dann das erste Training von unseren Plätzen direkt am Wasser und
gegenüber der Skyline an und für das zweite Training spazierten wir der Strecke
entlang und sahen uns die unglaublich lauten Autos an verschiedenen Kurven,
Geraden und Schikanen an.
Unsere Tickets für Samstag verkauften wir an 2 Chileninnen und nutzen den
Tag unter anderem für indisch Essen gehen in einem all you can pay Restaurant.
Man bezahlt dort so viele Sing Dollar wie man will, jenachdem ob einem das Essen geschmeckt hat oder nicht.

Am Rennsonntag gingen wir mit einigen anderen Austauschstudenten zuerst zum
Frühschoppen ins Paulaner Brauhaus. Endlich wieder richtig gutes heimatliches
Essen und viel gutes Bier. Nach diesem großartigen Start in den Tag und einem
kurzen Aufenthalt im Pool ging es auf zur Rennstrecke. Es war wirklich
toll das Flair des Nachtgrandprixs live mit zu erleben, auch wenn das Rennen nicht
unbedingt das spannendste war. Nach dem Rennen gab es noch die
österreichische Hymne da Vettel im Red Bull einen souveränen Sieg einfuhr, ein
großes Feuerwerk und ein Konzert von Linkin Park.
Surfen:
Damit ist mein Bali Urlaub mit Lenny und Christian (Lennys
Freund aus der Heimat) gemeint. Wir verbrachten die ersten beiden Tage mit surfen an
den Stränden in Seminyak im Süden Balis. Es war ein großartiger Spaß obwohl es
am Anfang alles andere als leicht war. Am Ende des Tages schaffte ich es
immerhin einige Sekunden auf dem Brett zu stehen und auf der ein oder anderen Welle zu reiten.
Die Abende verbrachten wir einerseits im hippen Strandclub Ku de ta bei einigen
köstlichen Bin Tangs (Indonesisches Bier) und andererseits im Bounty in Kuta.
Das zurecht auch als der Ballermann für Australier bezeichnet wird.

Die nächsten beiden Tage lebten wir mehr oder weniger am Moped. Wir
fuhren vom Süden der Insel an die Nordküste und kamen dabei an unzähligen
Reisfeldern, Bananenplantagen, winkenden Schulkindern, weißen und schwarzen
Sandstränden, Tempeln, Affen und Vulkanen vorbei. Es war wirklich toll diese
Insel auf dem Moped zu erkunden und das trotz des wirklich verrückten Verkehrs
in Indonesien. Die einzigen zwei Verkehrsregeln sind Linksverkehr und dass man
beim Überholen den Vordermann durch Hupen warnt damit er nicht gleichzeitig
auch noch jemand anderen überholt. Mehr als 3 Personen auf einem Moped sind
ebenfalls keine Seltenheit und da die meisten Menschen nur ein Moped als Fahrzeug zur
Verfügung haben wird darauf so ziemlich alles von Hühnern und Schweinen bis hin
zu riesigen Bambusstangen und Ziegelsteinen transportiert.

Die nöchsten drei Tage verbrachten wir auf Gili Trawangan. Dies ist eine
kleine Paradiesinsel ohne motorisierten Verkehr und ohne Polizei aber dafür mit
nur 600 Einwohnern, weißen Traumstränden und keinem Süßwasser (Selbst aus der Wasserleitung zum Duschen kommt nur Salzwasser). Nach entspannenden Tagen
mit einem abenteuerlichen Schnorchelausflug und einer kleinen Fischvergiftung mussten wir zurück nach Singapur um
wieder ein bisschen zu studieren.
Bälle:
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich endlich mal wieder zum Fußball
spielen. Ich traf mich dazu mit einigen Singapurern in einem Indoor-Käfig
mit riesigem Ventilator an der Decke.
Außerdem waren Stefan, Lenny und ich im Jalan Besar Stadion für das WM-Quali
Match Singapurs gegen Jordanien. Allerdings ist Singapur noch um einiges
schlechter als Österreich weswegen sie mit einem 0:3 noch gut bedient waren.
Zweirad:
Pulau Ubin ist eine kleine singapurische Insel die noch sehr
naturbelassen ist und auf der man super Rad fahren kann. Genau das haben Lenny
und ich gemeinsam mit drei anderen Exchanges auch gemacht. Nach der Überfahrt
mit einem der Bumboats die erst ablegen wenn sie voll sind starteten wir unsere
3-stündige Rundfahrt die nur durch ein leckeres Seafood-Essen unterbrochen wurde. Wir
kamen an sehr vielen Palmen und Seen vorbei und es war schön zu sehen wir es in
Singapur vor gut 200 Jahren noch ausgesehen hat.