Montag, 24. Oktober 2011

Hong Kong & Macau

Hong Kong ist der coolere Bruder von Singapur. Es hat Flair, Geschichte und entspannte Menschen. Das ist kurz gesagt mein Eindruck von dieser großartigen Stadt. Aber der Reihe nach:

Der Flug von Singapur nach Hong Kong dauerte etwas mehr als drei Stunden und nach der Ankunft ging es für Lenny und mich erstmal in die Caritas Lodge. Dies war trotz des komischen Namens ein richtiges Hotel bei dem es zum Frühstück sogar Darbo Marmelade gegeben hat. Am Abend fuhren wir dann mit einem der unzähligen Doppeldeckerbusse an den Victoria Harbour. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick auf die tolle Skyline von Hong Kong Island und anschließend ging es noch zum leider etwas entäuschenden Temple Street Night Market bevor wir nach einem Bier auf dem Heimweg müde ins Bett fielen.



Mittwoch Vormittag fuhren wir mit einer der berühmten 50 Jahre alten zweistöckigen Star Ferrys von Kowloon auf die andere Seite nach Hong Kong Island in das historische und wirtschaftliche Zentrum der Stadt. Nach einem kurzen Besuch der Hong Kong Stock Exchange spazierten wir durch die Hochhausschluchten Richtung Victoria Peak. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Abstecher in den Hong Kong Park. Dort befindet sich ein riesiges aufgespanntes Netz in das man hinein gehen kann um die dort lebenden unglaublich bunten tropischen Vögel zu beobachten.
Blick auf Hong Kong vom Victoria Peak

Der glückliche Wettgewinner und die neidischen Verlierer
Im Anschluss nahmen wir die Peak Tram um uns den fantastischen Blick vom 552 Victoria Peak über Hong Kong anzusehen. Nach einer kurzen Stärkung mit einer Portion köstlicher Wonton Noodles ging es per zweistöckiger Straßenbahn zum Royal Hong Kong Yacht Club und im Anschluss zum Happy Valley Race Course. Dies ist keine Rennstrecke für Autos sondern für Pferde. Hong Kong ist sehr berühmt für seine Pferderennen und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Das große Problem dabei war allerdings, dass wir uns am falschen Racecours befanden. Nach diesem kurzen Rückschlag machten mir uns auf den Weg zur richtigen Rennbahn und endlich dort angekommen trafen wir uns mit Kate aus Hong Kong und ihrem französischem Freund Olivier. Zwei erfolgreiche Wetten später ging es wieder zurück auf Hong Kong Island um mit den beiden den Abend bei einer Party in Wan Chai ausklingen zu lassen.


Der Donnerstag war dem größten sitzenden Buddha der Welt gewidmet. Er befindet sich auf einem Hügel auf Lantau Island und man kann mit einer 25 minütigen Seilbahnfahrt zu ihm hoch fahren. Noch am selben Abend fuhren wir in die höchste Bar der Welt. Diese befindet sich im 5. höchsten Gebäude der Welt, dem International Commerce Centre auf 480 Metern. Bei einem Cocktail mit unseren deutschen Begleitern Jana und Jörg genossen wir den atemberaubenden Blick aus dieser Höhe.


Riesenräuchersstäbchenspiralen im buddhistischen Tempel

Am nächsten Tag fuhren wir mit den Beiden per Fähre nach Macau. Das Las Vegas Asiens hat aber eindeutig mehr zu bieten als Casinos. Bis 1999 war es eine portugiesische Kolonie und man fühlt sich in der Altstadt, welche zum Weltkulturerbe zählt, sofort wie am Mittelmeer. Es gibt sehr viele Kirchen, typisch europäische Häuser und wären in Macau nicht so viele Chinesen würde man den Unterschied zu Europa nur schwer erkennen.
Indoor Venedig

Am Abend besuchten wir dann das Venetian. Ein riesiges Casino in dem Venedig inklusive Markusplatz, Canale Grande und immerwährendem blauem Himmel nachgebaut wurde. Für uns die schon im richtigen Venedig waren eine ziemlich surreale Erfahrung. Zu gewinnen gab es für mich im Casino diesmal im Vergleich zum Pferderennen leider nichts aber es war trotzdem ein toller Ausflug in diese europäische Stadt in China.


Den letzten Tag verbrachten wir großteils mit Shopping in den Straßenmärkten Hong Kongs. Außerdem statteten wir dem Hong Kong History Museum einen Besuch ab und holten unseren perfekt sitzenden Maßanzug beim Schneider ab.
Jeden Abend findet vor der Skyline Hong Kongs eine Lichtershow zu passender Musik statt. Nachdem wir uns dieses 15-minütige Spektakel angesehen haben fuhren wir nach Soho, dem hippsten Viertel der Stadt: Gutes japanisches Essen und chinesisches Bier zuerst und anschließend Party im Ausgehviertel Long Kwai Fog. Am nächsten Morgen ging dann leider schon unser Flieger zurück nach Singapur und es bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich Hong Kong mit seiner entspannten Atmosphäre vermissen werde.

Autos, Surfen, Bälle & Zweirad

Autos:
Nach einer weiteren kurzen Woche auf der SMU mit meiner ersten Präsentation im Anzug stand am Wochenende das Formel 1 Wochenende am Programm. Lenny und ich hatten uns 3-Tages-Tickets  zu einem stolzen Preis gekauft. Freitag Abend schauten wir uns dann das erste Training von unseren Plätzen direkt am Wasser und gegenüber der Skyline an und für das zweite Training spazierten wir der Strecke entlang und sahen uns die unglaublich lauten Autos an verschiedenen Kurven, Geraden und Schikanen an.




Unsere Tickets für Samstag verkauften wir an 2 Chileninnen und nutzen den Tag unter anderem für indisch Essen gehen in einem all you can pay Restaurant. Man bezahlt dort so viele Sing Dollar wie man will, jenachdem ob einem das Essen geschmeckt hat oder nicht.



Am Rennsonntag gingen wir mit einigen anderen Austauschstudenten zuerst zum Frühschoppen ins Paulaner Brauhaus. Endlich wieder richtig gutes heimatliches Essen und viel gutes Bier. Nach diesem großartigen Start in den Tag und einem kurzen Aufenthalt im Pool ging es auf zur Rennstrecke. Es war wirklich toll das Flair des Nachtgrandprixs live mit zu erleben, auch wenn das Rennen nicht unbedingt das spannendste war. Nach dem Rennen gab es noch die österreichische Hymne da Vettel im Red Bull einen souveränen Sieg einfuhr, ein großes Feuerwerk und ein Konzert von Linkin Park.



Surfen:

Damit ist mein Bali Urlaub mit Lenny und Christian (Lennys Freund aus der Heimat) gemeint. Wir verbrachten die ersten beiden Tage mit surfen an den Stränden in Seminyak im Süden Balis. Es war ein großartiger Spaß obwohl es am Anfang alles andere als leicht war. Am Ende des Tages schaffte ich es immerhin einige Sekunden auf dem Brett zu stehen und auf der ein oder anderen Welle zu reiten. Die Abende verbrachten wir einerseits im hippen Strandclub Ku de ta bei einigen köstlichen Bin Tangs (Indonesisches Bier) und andererseits im Bounty in Kuta. Das zurecht auch als der Ballermann für Australier bezeichnet wird.

Die nächsten beiden Tage lebten wir mehr oder weniger am Moped. Wir fuhren vom Süden der Insel an die Nordküste und kamen dabei an unzähligen Reisfeldern, Bananenplantagen, winkenden Schulkindern, weißen und schwarzen Sandstränden, Tempeln, Affen und Vulkanen vorbei. Es war wirklich toll diese Insel auf dem Moped zu erkunden und das trotz des wirklich verrückten Verkehrs in Indonesien. Die einzigen zwei Verkehrsregeln sind Linksverkehr und dass man beim Überholen den Vordermann durch Hupen warnt damit er nicht gleichzeitig auch noch jemand anderen überholt. Mehr als 3 Personen auf einem Moped sind ebenfalls keine Seltenheit und da die meisten Menschen nur ein Moped als Fahrzeug zur Verfügung haben wird darauf so ziemlich alles von Hühnern und Schweinen bis hin zu riesigen Bambusstangen und Ziegelsteinen transportiert.

Die nöchsten drei Tage verbrachten wir auf Gili Trawangan. Dies ist eine kleine Paradiesinsel ohne motorisierten Verkehr und ohne Polizei aber dafür mit nur 600 Einwohnern, weißen Traumstränden und keinem Süßwasser (Selbst aus der Wasserleitung zum Duschen kommt nur Salzwasser). Nach entspannenden Tagen mit einem abenteuerlichen Schnorchelausflug und einer kleinen Fischvergiftung mussten wir zurück nach Singapur um wieder ein bisschen zu studieren.










Bälle:
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich endlich mal wieder zum Fußball spielen. Ich traf mich dazu mit einigen Singapurern in einem Indoor-Käfig mit riesigem Ventilator an der Decke. Außerdem waren Stefan, Lenny und ich im Jalan Besar Stadion für das WM-Quali Match Singapurs gegen Jordanien. Allerdings ist Singapur noch um einiges schlechter als Österreich weswegen sie mit einem 0:3 noch gut bedient waren.


Zweirad:
Pulau Ubin ist eine kleine singapurische Insel die noch sehr naturbelassen ist und auf der man super Rad fahren kann. Genau das haben Lenny und ich gemeinsam mit drei anderen Exchanges auch gemacht. Nach der Überfahrt mit einem der Bumboats die erst ablegen wenn sie voll sind starteten wir unsere 3-stündige Rundfahrt die nur durch ein leckeres Seafood-Essen unterbrochen wurde. Wir kamen an sehr vielen Palmen und Seen vorbei und es war schön zu sehen wir es in Singapur vor gut 200 Jahren noch ausgesehen hat.